Leistungen
Vier Dinge, die ich gut kann — und ein Weg, wie sie entstehen
Fast alles, was ich baue, beginnt als Satz eines Menschen, der seinen Job gut kennt und merkt, dass ihn das Werkzeug bremst. Meine Aufgabe ist es, diesen Satz in etwas zu übersetzen, das morgen früh funktioniert.
01 · Individualsoftware
Wenn das Standardprodukt den entscheidenden Schritt nicht kennt
Es gibt für fast alles Software zu kaufen. Und für die meisten Fälle ist das genau richtig. Aber es gibt diesen Rest: den Schritt, den nur Ihr Betrieb so macht, weil Ihre Kunden, Ihre Fertigung oder Ihre Branche es verlangen.
Für diesen Rest baue ich Anwendungen. Nicht als Ersatz für Ihr System, sondern als passendes Gegenstück dazu — meist deutlich kleiner, als man zuerst denkt, weil sich ein Großteil der Wünsche als „das kann das vorhandene System längst, es weiß nur niemand“ entpuppt.
- typisch
- Erfassungs- und Prüfmasken, Auswertungen, interne Werkzeuge, Fachanwendungen für einen klar umrissenen Ablauf
- Ergebnis
- eine Anwendung, die genau das tut, was besprochen wurde — dokumentiert, übergebbar, erweiterbar
- Werkzeuge
- C# / .NET, SQL, Web-Frontends ohne Framework-Zirkus, wo es passt
- ungeeignet für
- „Wir bräuchten mal so etwas wie SAP, aber günstiger.“ Da sage ich lieber ehrlich nein.
02 · Schnittstellen & Integration
Zwei Systeme, ein Datensatz, kein Abtippen
Der häufigste Zeitfresser in gewachsenen IT-Landschaften ist kein fehlendes Programm. Es sind die Menschen, die zwischen zwei Programmen sitzen und Daten von links nach rechts tragen.
Genau da setze ich an: Warenwirtschaft und Dokumentenmanagement, ERP und Fertigung, Datenbank und Auswertung, Onlineshop und Lager. Wo es eine Schnittstelle gibt, nutze ich sie. Wo es keine gibt, baue ich eine — und zwar eine, die auch dann noch sauber reagiert, wenn das Netzwerk mal drei Minuten weg war.
- typisch
- Datenübernahme zwischen Systemen, Import und Export, REST-Anbindungen, Beleg- und Stammdatenabgleich, Archivierung
- Achtung auf
- Wiederholbarkeit, Protokollierung, Fehlerfälle. Eine Schnittstelle ohne Protokoll ist eine Zeitbombe mit Terminkalender.
- Werkzeuge
- REST / JSON, SQL Server und PostgreSQL, CSV- und XML-Formate, geplante Dienste
- Nebeneffekt
- Fast immer fällt dabei auf, dass zwei Abteilungen dieselbe Zahl unterschiedlich nennen. Das zu klären ist die halbe Arbeit.
03 · Automatisierung
Einmal gründlich beschreiben statt hundertmal von Hand
Jede Routine, die ein Mensch jeden Montag gleich ausführt, ist ein Kandidat. Nicht weil Menschen ersetzt werden sollen, sondern weil Menschen für die Fälle gebraucht werden, die eben nicht jeden Montag gleich sind.
Wichtig dabei: Automatisierung ohne Kontrolle ist nur ein schnellerer Weg zum Fehler. Deshalb gehört zu jedem automatischen Ablauf, den ich baue, eine nachvollziehbare Spur — wer hat wann was ausgelöst, was kam dabei heraus, und was passiert, wenn es schiefgeht.
- typisch
- wiederkehrende Auswertungen, automatischer Beleg- und Berichtsversand, Plausibilitätsprüfungen, Datenpflege im Hintergrund
- Ergebnis
- ein Ablauf, der von allein läuft und sich meldet, wenn er es nicht kann
- Faustregel
- Lohnt sich ab etwa der zehnten Wiederholung. Vorher ist Handarbeit oft schlicht billiger — das sage ich Ihnen dann auch.
04 · Betrieb & Weiterentwicklung
Der Teil, den niemand ins Angebot schreibt
Software wird nicht fertig, sie wird erwachsen. Gesetze ändern sich, Prozesse verschieben sich, Kollegen kommen und gehen, und irgendwann fragt jemand: „Kann das nicht auch noch …?“
Ich bleibe erreichbar für das, was ich gebaut habe. Fehler analysieren, Anpassungen nachziehen, Dokumentation aktuell halten, Nachfolger einarbeiten. Das ist unspektakulär und genau der Grund, warum Lösungen nach drei Jahren noch benutzt werden.
- typisch
- Fehlersuche und -behebung, Erweiterungen, Anpassung an neue Anforderungen, Übergabe an Kollegen
- immer dabei
- Dokumentation in verständlichem Deutsch, nicht nur Kommentare im Quellcode
- Ziel
- dass die Lösung auch dann weiterläuft, wenn ich nicht greifbar bin
Vorgehen
Sechs Schritte, immer dieselben
Der Umfang schwankt zwischen zwei Tagen und mehreren Monaten. Die Reihenfolge nicht.
Zuhören
Ich lasse mir den Ablauf zeigen, wie er wirklich ist — mit allen Ausnahmen, die „eigentlich nie vorkommen“ und dann doch jeden Dienstag auftreten.
Eingrenzen
Was löst dieses Projekt, und was ausdrücklich nicht? Ein klar gezogener Rand ist das wirksamste Mittel gegen Projekte, die nie enden.
Entwerfen
Datenmodell, Ablauf, Schnittstellen, Rechte. Hier wird es unromantisch — und hier entscheidet sich, ob die Lösung in zwei Jahren noch trägt.
Bauen
In kleinen Abschnitten mit vorzeigbaren Zwischenständen. Sie sehen früh etwas, das man anklicken kann, statt spät ein Konzept, das niemand gelesen hat.
Prüfen
Mit echten Daten und den Menschen, die später damit arbeiten. Die finden in einer Stunde Dinge, auf die ich in einer Woche nicht käme.
Begleiten
Einweisung, Dokumentation, ein wachsames Auge in den ersten Wochen. Dann übergeben — aber nicht verschwinden.
Zusammenarbeit
Was ich von Ihnen brauche
Sehr wenig, aber das zuverlässig: eine Person, die den Ablauf wirklich kennt und ansprechbar ist. Kein Lastenheft, keine Vorarbeit, kein Fachvokabular. Die Fachsprache lerne ich, das ist mein Job.
Hilfreich ist außerdem die Erlaubnis, unbequeme Fragen zu stellen. Die interessanteste Erkenntnis in einem Projekt war einmal, dass ein täglicher Bericht seit vier Jahren erstellt, aber von niemandem mehr gelesen wurde.
Wie und wo
- Rolle
- angestellter Fachinformatiker Anwendungsentwicklung — Projekte laufen über meinen Arbeitgeber
- Sprachen
- Deutsch (Muttersprache), Englisch für Technik und Dokumentation
- Arbeitsweise
- remote und vor Ort, je nachdem, was das Projekt braucht
- Erster Schritt
- ein Gespräch, etwa eine halbe Stunde, unverbindlich
Beschreiben Sie mir den Ablauf, der Sie nervt
Zwei oder drei Sätze reichen für den Anfang. Ob sich Software dafür lohnt, sagt Ihnen niemand ehrlicher als jemand, der auch mal davon abrät.